Vollmilchschokolade
Die Zugabe der Milchanteile erfolgt heutzutage in der Regel nur über Milchtrockenprodukte und nicht mehr über die Milch selber. Durch die Zugabe der Milchanteile und Zuckerarten erhält die Vollmilchschokolade einen süßen und etwas milchigen Geschmack. Sie ist in der Konsistenz deutlich weicher als Bitterschokolade. Sie enthält deutlich mehr Zucker als andere Schokoladen, dafür aber auch deutlich weniger Fett. Im Jahre 1839 in Dresden wurde das erste Mal die sogenannte Milchschokolade hergestellt.
Den größten Erfolg in der Herstellung der Milchschokolade können Schweizer Fabrikanten feiern. Dieser Erfolg wurde durch die Erfindung des Conchierens natürlich noch gesteigert. Die Herstellung der Milchschokolade lässt sich aber eher als Zufall bezeichnen. So wurde probiert ob Milch und Kakao sich miteinander kombinieren lassen und dabei wurde festgestellt, dass die Masse auch ausgehärtet ein attraktives Äußeres und einen guten Geschmack hatte.
In Deutschland erfreut sich die Milch- oder Vollmilchschokolade, wie sie gängig genannt wird, sehr großer Beliebtheit. Die Nachfrage nach Vollmilchschokolade ist noch immer höher als die nach Bitterschokoladen. Aber viele neue Kreationen vergrößern auch die Anzahl der Bitterschokoladenliebhaber. Vollmilchschokolade gibt es von vielen Herstellern und in vielen Preisklassen. Ausschlaggebend dafür, welche gekauft wird, ist aber immer noch der Geschmack. Hochwertige Vollmilchschokolade wird häufig als zart schmelzender beschrieben als z.B. „Billigschokolade“.
Milchschokolade wird häufig auch als Überzugschokolade genutzt. So sind auch Plätzchen oder ähnliches häufig mit Vollmilchschokolade überzogen.
Vollmilchschokolade lässt sich am besten im Kühlschrank lagern, da sie bei höheren Temperaturen schnell in den flüssigen Zustand übergeht. Ebenso sollte die Lagerung möglichst in geschlossenen Behältnissen erfolgen, da die Schokolade sich sonst weißlich verfärben kann und unter Umständen andere Geschmäcker annimmt.
